Indol

2,3-Benzopyrrol; kommt vor in
ätherischen Ölen, in Steinkohlenteer und als Tryptophan (=essentielle Aminosäure)-Abbauprodukt bei Eiweißfäulnis. Indol bildet das Grundgerüst zahlreicher Naturstoffe (Indigo, Psilocybin, Tryptamin, Indikan) und Therapeutika.

Indol-
Alkaloide sind die wirksamen Bestandteile (sub)tropischer Pflanzen (Apozynazeen) mit alkaloidhaltiger Wurzel und Wurzelrinde. Nach dem Augsburger Arzt L.Rauwolf (1540-1596) benannt, werden die Indol-Alkaloide dieser Pflanzengattung als Rauwolfia-Alkaloide bezeichnet. Beispiel: die Indol-Alkaloide der Yohimbe-Wurzelrinde.

Rauwolfia-Alkaloide werden seit 1950 in der Schulmedizin therapeutisch verwendet. Im Gesamtextrakt wirken sie herzfrequenzmindernd, zentral blutdruckregulierend und allgemein beruhigend.