Nährwertkennzeichnung

Nährwertkennzeichnung

Viele Verbraucher interessieren sich nicht nur für die Zutaten ihrer Lebensmittel, sie möchten auch wissen, welche Nährstoffe in den Produkten enthalten sind. Eine große Anzahl von Lebensmitteln tragen deshalb eine sog. Nährwertkennzeichnung, d. h. Informationen über die enthaltenen Nährstoffe und ihre Mengen werden auf dem Etikett gegeben.

Soweit Produkte besonders im Hinblick auf ihren Nährwert beworben werden, müssen solche Nährwertangaben als Information für den Verbraucher immer angegeben werden. Welche Nährstoffe beworben werden dürfen, ist abschließend in der Nährwertkennzeichnungsverordnung geregelt. Hier werden auch für bestimmte Werbeaussagen die Voraussetzungen detailliert festgelegt.

In der Nährwertinformation findet man regelmäßig zumindestens Angaben über die sog. "Big 4", d. h. über den Brennwert, den Eiweißgehalt, den Kohlenhydratgehalt und den Fettgehalt. In vielen Fällen ist die Nährwertdeklaration noch viel ausführlicher. Zusätzlich werden Zucker, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Natrium angegeben. Diese Angaben sind dann Pflicht, wenn sich die Werbung auf ganz bestimmte Nährstoffe bezieht.

Weitere freiwillige zusätzliche Nährwertangaben sind möglich und erfolgen ebenfalls häufig, wie z. B. die Angabe des Vitamin- oder Mineralstoffgehaltes. In jedem Fall findet der Verbraucher eine Information über den Nährstoff, der in der Werbung besonders herausgestellt wurde.

Alle Angaben in der Nährwertkennzeichnung müssen in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen. Sie beziehen sich in der Regel auf 100g des Produktes bzw. bei flüssigen Lebensmitteln auf 100ml. Bei Lebensmitteln, die vom Verbraucher noch zubereitet werden müssen, können die Nährwertangaben auch auf das fertig zubereitete Produkt bezogen werden; dann muß jedoch eine ausreichend genaue Angabe darüber erfolgen, wie das Produkt zuzubereiten ist. Oftmals werden auch zusätzliche Informationen je Portion zur besseren Kalkulation gegeben.

Bei Vitaminen und Mineralstoffen muß darüber hinaus der prozentuale Anteil an der empfohlenen Tagesdosis angegeben werden.

Alle angegebenen Werte sind Durchschnittswerte, da es dem Gesetzgeber nicht darum ging, eine chemisch möglichst genaue Angabe zu erhalten, sondern dem Verbraucher Anhaltspunkte für seine Ernährung zu geben. Insofern kann die Nährwertkennzeichnung dem Verbraucher wertvolle Hinweise für die Zusammenstellung seines Ernährungsplanes geben.