MineralstoffeAKTIV-VITAL Sporternährung - Bio-Vitalstoffe

Barium, Ba2+
Calcium , Kalzium, Ca
Chrom, Cr
Cobalt, Kobalt, Co
Eisen
Gold
Kalium-citrat,-chlorid; engl.: Potassium (Sorbate)
Kupfer
Magnesium-gluconat,-carbonat-chlorid
Mangan, Mn
Natrium, Na
Natriumchlorid
Natriumcitrat
Phosphat
Phosphor
Phosphorsäure, Orthophosphorsäure
Selen
Silber
Silicium
Strontium
Zink, Zn

AKTIV-VITAL Sporternährung - Bio-Vitalstoffe

 

Barium, Ba2+ :

ein dem
Calcium ähnliches Erdalkalimetall, ist in Form löslicher Salze sehr giftig. Barium sulfuricum ("Bariumbrei", Anw. als Kontrastmittel ) ist unlöslich und daher ungiftig.

hom Anw. von Barium carbonicum, Barium jodatum.

Calcium , Kalzium, Ca:

chem Erdalkalimetall. Ein für den Menschen unabdingbar nötiges 2wertiges Element.

Ca ist beteiligt an Knochenstoffwechsel und -mineralisation unter Regulation durch das hormonelle Parathormon-Calcitonin-System. Es ist wichtig für die Knochen- und Zahnbildung, die Muskelkontraktion, Blutgerinnung, Kappilar- und Membranpermeabiltät, den Wasser-Elektrolyt-Haushalt, die Erregungsübertragung in der Nervenleitung und der Sinneszellen, für Enzymreaktionen und Übertragung hormoneller Signale.

Der größte Calciumspeicher mit etwa 1kg Ca ist das Knochengewebe. Hierbei bildet das Calcium das Zentralatom der die Stützfunktion ausübenden komplexen Salze. Calcium gelangt über den Darm in den Organismus, wobei die Anwesenheit von Oxal- und Phytinsäure durch Bildung schwer löslicher Salze die Resoption erschweren. (Oxalsäure in Sauerampfer, Rhabarber, Spinat und Kakao. Phytinsäure in Pflanzensamen und roten Blutkörperchen der Vögel.)

Die Resorption des Calciums und der Knochenstoffwechsel erfordern die Gegenwart des Vitamin D3, siehe
C(h)olecalciferol.

Über die hormonellen Steuerung des Einbaus bzw. der Mobilisierung des Calciums besteht eine enge, wechselseitige Beziehung zum
Phosphat. Beide Elemente sind Bestandteil des Mineralkomplexes der Knochen und Zahnhartsubstanz. Bei einer Vitamin D3-Vergiftung, einer ernährungsbedingten Hyperkalzämie oder Überfunktion der Nebenschilddrüse steigt der Calciumgehalt des Blutes krankhaft an, was zu Übelkeit, Verstopfung, Polyurie, Blähungen, Muskelschwäche, Nierensteinbildung, EKG-Veränderungen... führt.

Ein im Übermaßin die Zelle gelangtes Calcium wird von den Mitochondrien - den "Kraftwerken der Zelle" - abgepuffert; bei Versagen der Leistung erfolgt Mitochondrienuntergang.

Calcium wird hauptsächlich mit den Fezes ausgeschieden.

Ein Mangel hat einen unvollständigen Zahn- und Knochenaufbau bzw. Knochenentkalkung und tetanische Erscheinungen = Krämpfe zur Folge.

Täglich sollte ein Erwachsener zwischen 800 und 1000 mg Calcium zu sich nehmen, am besten durch den Genuß calciumreicher Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte, Broccoli, Grünkohl, Fenchel, Kräuter und Mineralwasser.

In manchen Mineralstoff-Fertigpräparaten wird Calcium an ein spezifisches Salz gebunden angeboten. In Folge der Verdauung wird das Calcium abgespalten und verwertet. Solche Bindungspartner sind z.B. Lactat (als Calciumlactat). Lactat ist das Salz der Milchsäure, ein körpereigener Stoff, der bei Muskelarbeit als Produkt der Brenztraubensäure im Blut erhöht nachweisbar ist.

hom
Ca. carbonicum, Ca. fluoratum, Ca. phosphoricum.

Chrom, Cr:

chem 2 bis 6wertiges Element. Ein sehr hartes, chemisch beständiges Metall; ein Bioelement, das beim Menschen physiologisch in geringen Mengen im Serum und Gehirn, pathologisch in Krebsgewebe (Leber, Lunge, Niere) vorkommt.

Chrom wird ebenso wie die Cr(III)-Salze kaum resorbiert; dagegen sind die Cr(VI)-Verbindungen (Chromate, Chromsäure) resorbierbar und als solche sehr toxisch sowie - z.B. als Zementbestandteile - Allergie erregend.

Cobalt, Kobalt, Co:

Cobaltum, chem ein Schwermetall, 1- bis 4wertiges chemisches Element der Eisengruppe. Lebensnotwendiges Spurenelement für Pflanze, Tier (Vitamin-B12-Biosynthese im Darm) und Mensch für bestimmte Enzymreaktionen; ferner als Zentralatom im
Vitamin B12.

toxik Einatmen von Cobalttoxinstaub und Verschlucken von Cobaltverbindungen führt zu Verätzungen, Leber- und Nierenschädigungen.

Eisen:

Ferrum, Fe: Eisen bildet ein wesentliches Element für den Sauerstofftransport durch das Hämoglobin, - dies ist der in den roten Blutkörperchen enthaltene Blutfarbstoff -, für die Sauerstoffspeicherung im Muskel durch das Myoglobin, für die Oxidationsabläufe in der Zelle durch Fe-haltige Enzyme (Cytochrom) und den Elektronentransport in der Atmungskette, was mit der Energielieferung in Form von ATP verbunden ist.

Da durch physiologische Zellabschilferung täglich Verlust entsteht, mußauf eine ausreichende Zufuhr an Nahrungseisen geachtet werden; bei erhöhtem Bedarf kann das im Körper - in Milz, Leber und Knochenmark - gespeicherte Eisen mobilisiert werden.

Der Gesamtgehalt im Körper beträgt 2 bis 4 Gramm. Bei gering gefüllten Speichern ist die Aufnahme des Nahrungseisens über den Dünndarm erhöht. Der tägliche Bedarf beträgt bei Männern 10 mg täglich, bei Frauen mit Menstruation 15 mg, bei Schwangeren 30 mg und bei Stillenden 20 mg, um die während der Schwangerschaft entstandenen Verluste auszugleichen.

Fleisch, Leber, Vollkornerzeugnisse, grünes Gemüse, Küchenkräuter (z. B. Petersilie) und Hülsenfrüchte bieten zuverlässige Fe-Quellen. Durch gleichzeitigen Genuß Vitamin C-reicher Säfte verbessert sich die Eisenaufnahme aus fleischloser Nahrung.
Allerdings bilden Polyphenole in Kaffee, Tee, Obst und Gemüse, Phosphate in Ballaststoffen und Albumen in Eidotter mit dem Eisen Komplexe, die das Eisen so fest binden, daß es nicht vom Körper aufgenommen werden kann. Andere Mineralstoffe, wie Calcium, Mangan, Kupfer, Cobalt und Cadmium konkurrieren um die Resorption im Darm und behindern so gegenseitig ihre Bioverfügbarkeit.
Ebenso hemmen Alginate in Puddingpulver, Instandsuppen, Speiseeis und kalorienreduzierten Nahrungsmitteln und Phytin, ein Bindestoff in Getreideprodukten, Reis und Sojamehl die Aufnahme des Eisens.
Man kann davon ausgehen, daß bei gemischter fleischlicher und pflanzlicher Kost 10 bis 15% des darin enthaltenen Eisens tatsächlich vom Körper aufgemommen wird.

Wer darum zu freiverkäuflichen Eisenpräparaten greifen möchte, sollte unbedingt darauf achten, daß dieses 2-wertiges Eisen enthält, denn nur 2-wertiges Eisen wird vom Körper resorbiert.
Bei fleischloser Ernährung gilt, besonders für Mädels und Frauen, öfter mal die Werte vom Arzt checken lassen und wenn nötig Fe-Präparate nehmen.
Achtung! Bei versehentlicher Überdosierung kommt es zu einer Eisenvergiftung.

hom Ferrum metallicum, Ferrum phosphoricum.

Gold:

Aurum, Au, chem 3- und - seltener - 1wertiges Edelmetall.

Ist ein biologisch unwesentliches Spurenelement. Es findet therapeutische Anwendung in der Zahnheilkunde und in der Goldtherapie bei Tuberkulose, Syphilis und Lepra (wird seit dem Altertum geübt) und als Basistherapie der chronischen Polyarthritis, =Gelenkentzündung (seit 1927).

Der pharmakodynamische Mechanismus ist ungeklärt; die Behandlung birgt z.T. erhebliche Nebenwirkungen.

Kalium-citrat,-chlorid; engl.: Potassium (Sorbate):

Citrat (Salz der Zitronensäure) und Chlorid (Salz der Salzsäure; freie Chlorid-Ionen sind wichtig für den Mineralstoffwechsel, Säure-Basen-Gleichgewicht) sind Bindungspartner des Kaliums, K:

Potassium Sorbate, dt.: Kaliumsorbinsäure ist ein pflanzlicher, pilzwirksamer = antimykotischer Konservierungsstoff (ausSorbus aucuparia und Kaliumionen) für Lebensmittel.

Kalium kommt in Pflanzen und vielen Mineralien vor; Im Organismus hält es sich zu 98 bis 99% in der Intrazellularflüssigkeit, zu 1 bis 2% extrazellulär auf. Dort spielt es eine überlebensnotwendige Rolle in Nerven- und Muskelarbeit, im Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel. Es sorgt für ausreichende Gewebespannung, dient Herz- und Muskelfunktion und unterstützt Enzymreaktionen und den Wasserhaushalt.

Es sorgt zusammen mit
Natrium für die Aufrechterhaltung eines elektrisch neutralen Milieus in allen Zellen und Körperflüssigkeiten, des Flüssigkeitsvolumens im Blutkreislauf und eines konstanten osmotischen Druckes.

Mangelzustände kommen hauptsächlich durch Nierenentzündung, "Kaliumverlustniere", andauernde Durchfälle, extremes Schwitzen, bzw. unzureichender Zufuhr vor und äußern sich durch Muskelschwäche bis -lähmung, Erzatz des fehlenden Kaliums durch Natrium mit folgender Dehydratation =Wassermangel, gefolgt von Störungen der Herztätigkeit, Nierenschäden und evtl. Koma.

Kaliumvergiftung tritt auf bei Überdosierung, Ausscheidungsstörungen infolge Nierenversagens, massivem Zelluntregang nach Unfällen (Kalium tritt aus den toten Zellen aus!), Massentransfusion und ist geprägt von Ohrensausen, Taubheit, Verwirrtheit, Halluzinationen, Fehlempfindungen der Haut: Kribbeln, Pelzigsein, "Ameisenlaufen", Muskelschwäche und -zittern, Herzstörungen, Pulsverlangsamung und -irregularät, evtl. Herzstillstand. Steigt das Kalium in der Extrazellularflüssigkeit akut an, reagiert der Organismus mit Ausschüttung von Insulin, das die Aufnahme in die Zellen unterstützt.

Man kann sich durch Verzehr von Obst, Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch und Milch mit ausreichend Kalium versorgen. Hitzearbeiter und Leistungssportler benötigen etwas mehr als der Richtwert von 2 bis 4 Gramm pro Tag empfiehlt.

hom Kalium bromatum, Kalium carbonicum, Kalium muriaticum (Kaliumchlorid).

Kupfer:

Cuprum, Cu; Das metallische, 1- 3-wertige Schwer-, Halbedelmetall ist ein Bioelement vieler Enzyme und Oxidasen. Es ist Bestandteil der roten Blutkörperchen und des Coeruloplasmin, einem als Oxidase, Kupferspeicher und -transportprotein wirksamen Eiweißkörper; vorhanden im Blut, den Nieren und der Leber.

Der Bedarf an diesem, auch in Oxidasen von Pflanzen befindlichen Element, ist bei Schwangerschaft um mehr als 100% erhöht. Der tägliche Bedaf beträgt 1,5 - 2 mg, bei Säuglingen und Kindern 0,04 - 0,14 mg pro Kg Körpergewicht. Gemüse, Gemüse, Gemüse ...

Achtung! Die Aufnahme von Kupfersalzen (z.b. Kupferacetat = Grünspan) löst schwere Vergiftungserscheinungen aus.

hom Cuprum metallicum, Cu. aceticum, Cu. oxydatum nigrum.

Magnesium-gluconat,-carbonat-chlorid:

Gluconat (aus Glucose, Zuckersäure, trägt in der C1-Position an Stelle der Aldehydgruppe eine Carboxylgruppe), Carbonat (Salz der Kohlensäure, H2CO3) und Chlorid sind Bindungspartner des Magnesiums; Mg, 2wertiges Leichtmetall.

Mg ist in Mineralien, Meer-, Quellwasser und Planzen (Chlorophyll) enthalten. Es ist ein wesentliches Bioelement für Mensch und Tier, aktiviert alle Reaktionen, an denen die Energietransportform ATP beteiligt ist (u.a. Enzymreaktionen). Magnesium steuert auch die Erregbarkeit von Nerven und regelt das Stoffwechselgeschehen bezüglich des Ionentransportes, des Umbaus einer Vielzahl von Kohlehydraten, Proteinen und Fetten.

Magnesium ist wechselseitig mit
Calcium verbunden, vor allem was Aufnahme und Ausscheidung betrifft. Zudem reguliert es Kontraktionen an Herz- und glatter Muskulatur.

Mg-Mangel entsteht durch unzureichende Zufuhr oder -resorption (bei Durchfällen) sowie bei Mg-Verlusten mit dem Harn (Alkoholismus, Nierenkrankheiten mit Polyurie) und äußert sich in Krämpfen, Bewegungsstörungen, unwillkürlichem Zucken, Verwirrtheit und Durchblutungsstörungen.

Zuviel Mg im Blut bei Überdosierung oder unzureichender Harnausscheidung zieht durch seine gegenspielerische Wirkung einen Calciummangel nach sich.

300 bis 350 mg Magnesium sollte ein Erwachsener täglich zu sich nehmen.

hom Magnesium carbonicum, Mg fluoratum, Mg phosphoricum.

Mangan, Mn:

chem 1- bis 7wertiges Schwermetallelement, ist u.a. in eisen- und manganhaltigen Mineralquellen enthalten und stellt ein essentielles Spurenelement z.B. in Enzymen dar, dessen Tagesbedarf (ca. 2-3 mg) v.a. durch Verzehr von Früchten, Spinat, Erd- und Haselnüssen, Reis und Kleie gedeckt wird.

Es aktiviert Enzyme bei der Bildung von Kollagen und Mucopolysaccharid-Eiweiß-Komplexen. Dies sind Stützsubstanzen, Gerüsteiweißköper in der Haut, bzw. im Bindegewebe. Mangelzustände führen zu Blugerinnungsstörungen, Gewichtsverlust, möglicherweise Wachstumsstillstand, Osteoporose und zu Funktionsstörungen der Geschlechtsorgane.

Seine Salz sind z.T. technische Chemikalien, z.T. Therapeutika (Kräftigungsmittel).

Manganvergiftungen durch Manganstaub tritt z.B. bei Elektroschweißern - diese arbeiten mit manganummantelten Elektroden -, Arbeitern in der Herstellung von Trockenbatterien, Braunsteingewinnung und Stahlindustrie auf; entschädigungspflichtige Berufskrankheit, eine Heilung ist nur in den Anfangsstadien möglich.

Natrium, Na:

Dieses einwertige Leichtmetall-Element (Alkalimetall) stellt ein wichtiges Bioelement für das Membran- potential und Transportprozesse dar. Es verhält sich Wasser und Sauerstoff gegenüber sehr reaktiv.

Zahlreiche Natriumverbindungen dienen als Diagnostika, Therapeutika, Pufferlösung, Backpulver, Konservierungsmittel ect.

Der Natriumspiegel im Blut ist vermindert bei Durchfall und Erbrechen, Verbrennungen und bestimmten Vergiftungen; erhöht bei "Austrocknug" des Organismus als Folge einer negativen Flüssigkeitsbilanz.

Natriumchlorid:

Natrium chloratum, Kochsalz, NaCl kommt als Steinsalz, Meersalz, in salinen Wässern vor und findet als physiologische (= isotonisch, 0,9%ig) Lösung, hom Natrium muriaticum und als
- lebensnotwendige(!) - Speisewürze Anwendung.

Natriumcitrat:

Natrium citricum, E331, Natriumsalz der Citronensäure, synthetisch hergestellt, aber naturidentisch. Dient als für alle Lebensmittel unbedenklich zugelassenes Antioxidanz und Säureregulator. Bzw. med. in 3,8%ig. Lösung als gerinnungshemmender Zusatz zu Blutproben.

Phosphat:

Salz der Phosphorsäure (H3PO4 ). Phosphat ist in dissoziierter Form als Säurerest das bedeutenste Anion. Es wird dem Körper in sehr unterschiedlicher anorganischer und organischer Bindung zugeführt, aus dem Darm - gefördert durch Vitamin D, gehemmt durch die Bildung komplexer Verbindungen mit Ca, Mg, Al u. Ba- aufgenommen und zum Aufbau von Energieträgern, Nukleinsäuren und der Zahn - und Knochenhartsubstanz benötigt.

Es verhält sich im Blut dem
Calcium mengenmäßig entgegengesetzt.

Zahlreiche Phosphatverbindungen liefern dem Körper stoffwechselerhaltende Energie (z.B. Creatinphosphat).

Eine Erniedrigung des Phosphatspiegels entsteht durch Enzym- bzw. Hormonstörungen (Phosphatdiabetes, Hyperparathyreoidismus) und
Vitamin D-Mangel, eine Erhöhung durch

Niereninsuffizienz, STH-Hormonstörung ("Riesenwachstum"), Hypoparathyreoidismus und Vitamin D-Überdosierung.

Phosphor:

P, dieses nichtmetallische Element kommt - nur in Verbindungen - reichlich in Fischen, Algen, als Mineral und in den meisten Lebewesen vor. Dieser Mineralstoff ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, vor allem in den energieliefernden Vorgängen als ATP und ist mit
Calcium ein Bestandteil im Aufbau von Zahn- und Knochengewebe (Apatit ).

Mangelerscheinungen sind nicht bekannt, da mit der heutigen Ernährungsweise reichlich phosphathaltige Nahrungsmittel verzehrt werden. Dies sind Brot, Milch, Fleisch und mit Phosphat verarbeitete Lebensmittel wie z.B. Colagetränke, Schmelzkäse und Wurst.

Zu häufig wird die obligate Zufuhr von 1,2 bis 1,5 g Phosphat täglich bei weitem überschritten. Und das stört den Calciumstoffwechsel. Phosphat steht in enger wechselseitiger Beziehung zu Calcium, was bedeutet, daßauf eine ausgewogene Calcium-Phosphat-Aufnahme im Verhältnis 1:1 geachtet werden sollte, denn zuviel Phosphat erniedrigt die an sich nicht ausreichende Calciumzufuhr noch mehr.

Phosphor findet auch Anwendung in der Homöopathie. Allerdings kann Phosphor, gelöst in Schwefelkohlenstoff und fetten Ölen, bzw. Phosphorwasserstoff zu schweren Vergiftungen führen.

Phosphorsäure, Orthophosphorsäure:

Acidum phosphoricum: H3PO4 , natürliche Säure, wichtig im Phosphatstoffwechsel.

Sein Salz ist das
Phosphat.

Selen:

Selenium, Se: chem Halbedlmetall mit Atomgewicht 78, 96 und Ordnungszahl 34M; Die Ordnungzzahl, -OZ, Kernladungszahl-, beschreibt die Anzahl der Protonen im Atomkern eines Elementes und bestimmt dessen Stellung im Periodensystem.
Selen liegt 2-, 4- und 6wertig vor; (chem Valenz, Bindung). Als natürliche Isotope existieren 74, 76-78,80,82Se. Isotope sind Atomarten eines Elementes mit gleicher Anzahl an Protonen (gleiche Ordnungszah) im Kern, -nicht aber an Neutronen- (unterschiedliche Massenzahl),also mit gleicher Elektronenhülle und gleichem chemischen Verhalten.

Selen verhält sich ähnlich wie Schwefel. Es ein Spurenelement und für den Menschen lebenswichtig. Selen schützt vor bestimmten Arten der Lebernekrose und ist ein Bestandteil des Enzyms Glutathion-peroxidase, das die roten Blutkörperchen vor Schädigungen durch Peroxide schützt. Peroxide, -früher Superoxyde genannt-, sind vom Wasserstoffperoxid ableitbare Sauerstoff (0II)-Verbindungen mit starker Oxidanzienwirkung, d.h. sie entziehen einem anderen Stoff , den Redox-Partner die Elektronen (fügen ihm Sauerstoffatome zu);- Leger ausgedrückt-.

Selen wird therapeutisch in Form von SeS2 (Selen-Disulfid) als Antiseborrhoikum, also bei übermäßiger Talgabsonderung der Haut angewendet. Da es sich um ein Spurenelement, also um einenen im Organismus in geringsten Mengen nachweisbaren Mineralstoff handelt, wird der tägliche Bedarf durch Nahrunsmittel oder Mineralquellen gedeckt, die Selen in ionisierter und resorptionsfähiger Form kleiner als 1 mg /L an aufweisen.

Allerdings wirkt Selen in Staub- Dampfform, durch den Verdauungstrakt, die Haut und durch Einatmung übermäßig aufgenommen, als Enzymgift mit folgenschweren Reizerscheinungen und zahlreichen Störungen des Intermediärstoffwechsels und Schädigungen der inneren Organe. Kennzeichen einer solchen Vergiftung ist ein eigenartiger Knoblauchgeruch des Patienten, da Selen über die Atemluft und im Schweiß, aber auch im Harn und Stuhl ausgeschieden wird.

Silber:

Argentum, Ag, chem 1- bis 3wertiges Edelmetall.

med Anwendung v.a. äußerlich zum Desinfizieren. Ag , Cd , Cu , Hg ect. wirken olygodynamisch, d.h. kleinste Menge dieser Spurenelemente haben die biologische Fähigkeit, Bakterien am Wachstum zu hindern und abzutöten.

Cd = Cadmium

Cu = Kupfer

Hg = Quecksilber

Silicium:

Si, chem 4- u. 2wertiges Nichtmetall-Element ("Halbmetall").

Es ist neben Sauerstoff häufigster Bestandteil der Erdkruste; biologisches Spurenelement, sehr reagibel mit Halogenen, Stick- und Sauersoff.

SiO2 ist Grundbaustein der Kieselsäure, Acidum silicium, Si(OH4).
Salze der Kieselsäure sind in verschiedenen menschlichen Geweben vorhanden. Kräuter die reich an Kieselerde sind, wie Schachtelhalm (Equisetum averse) und Brennessel (Urtica dioica) gelten als Mittel gegen Hautunreinheiten, brüchige Haare und Fingernägel. Sie stärken die Venenwände und wirken so der Bildung von Krampfadern entgegen.

hom Silicea.

Strontium:

Sr, chem ein 2wertiges Erdalkalimetall.

Es existieren natürliche Isotope, die in der medizinischen Diagnostik und Therapie eingesetzt werden.

Sr in seiner relativ inaktiven Form "konkurriert" mit dem
Calcium um die Knocheneinlagerung und wird deshalb med als "Ca-Schlepper" zur Remineralisierung eingesetzt.

Sr gelangt aber auch als 90Sr- Fallout v.a. nach Kernwaffenexplosion über Pflanzen, Pflanzenfresser und tierische Produkte in den menschlichen Organismus und wird im Knochen abgelagert (evtl. kanzerogene, d.h. krebserregende Wirkung!).

hom Strontium.

Zink, Zn:

Zincum, das chem 2wertige, "unedle" Schwermetall ist lebensnotwendig für alle Lebewesen. Beim Menschen ist es wichtig für Wachstum, Reifung und Fortpflanzung; unentbehrlich für Kohlenhydrat-, Lipid-, Protein-, DNS- und Hormon-Stoffwechsel. Es agiert im Säure-, Basen- und Enzym-Haushalt als Metalloprotein bzw. Aktivator.

Der tägliche Bedarf von 10 bis 15 mg wird im allgemeinen durch die Nahrung, enthalten in Leber, Fleisch und Milchprodukten, gedeckt. Zinkmangel bewirkt unter anderem Wachstumsverzögerungen, Hautveränderungen, schlechte Wundheilung, Appetitlosigkeit und erhöhte Infektionsanfälligkeit.

Besonders Heranwachsende, Schwangere und Stillende sollten auf ausreichende Zn-Zufuhr achten.

Während reines metallisches Zn praktisch ungiftig ist, tritt akute Vergiftung auf nach Einatmen von Zinkdampf (bei Schmelzarbeiten), nach Resorption von Zinkchlorid (Verwendung bei Wundbehandlung) und nach Verzehr saurer Speisen aus Zinkgefäßen; Symptome sind metallischer Geschmack, dann Übelkeit, Durchfälle, Kreislaufschwäche (bis Schock), Delirium, Koma.

Zinksulfat hom Zincum metallicum, Zinkum valerianicum.