Calciumcarbonat (E170)

Calciumcarbonat - das klingt nach Synthetik, nach Chemie. Dabei ist es nur der wissenschaftliche Name für kohlensauren Kalk. Sie wissen auch nicht, was das ist? Sie haben schon damit geschrieben : Kreide. Kreide gefressen, das wissen wir seit den Gebrüdern Grimm ("Die sieben Geißlein"), hat einer, der sich einschmeicheln will. Aber deshalb mischen wir Calciumcarbonat nicht unseren Backwaren bei. Calciumcarbonat ist in der Natur weit verbreitet, z. B. als Marmor. Keine Angst, Sie finden keinen Marmor in unserem Brot. Auch nicht, wenn dieser kohlensaure Kalk in Wasser schwach löslich und eine der Komponenten ist, die den Härtegrad des Wassers bestimmen. Wir Bäcker verwenden Calciumcarbonat in weißer Pulverform. Das wird aus natürlichem Kalkstein gewonnen. Gelangt Calciumcarbonat mit der Nahrung in den Magen, setzt die Magensäure daraus Calcium frei, das für den Knochenaufbau unentbehrlich ist. Die wissenschaftlich empfohlene Calciumzufuhr für den Erwachsenen liegt bei rund 0,8 Gramm pro Tag. Kinder in der Wachstumsphase brauchen mehr. Calciumcarbonat wird in diätetischen Lebensmitteln zur Calciumanreicherung eingesetzt. Wegen seiner weißen Farbe findet es auch zum Aufhellen anderer Lebensmittelfarben Verwendung. Die Bäcker nutzen es vornehmlich, um ein Klumpen der Produkte zu vermeiden oder um ihre Rieselfähigkeit zu erhalten.