Die kleinen Bäckereibetriebe leiden in Berlin stark unter dem Konkurrenzdruck der Branchenriesen wie Thoben, Ostrowski oder Wiedemann. Die Großen können wesentlich rationeller fertigen. So werden in der Regel Schrippen oder Baguettes in den Filialen je nach Nachfrage fertiggebacken.
Durch den Verdrängungswettbewerb ist die Zahl der selbständigen Betriebe in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zurückgegangen. Im Jahre 1978 waren in der (West-)Berliner Innung noch 510 Bäckereien gemeldet. Vor zehn Jahren lag diese Zahl bei 350, heute verzeichnet die (Gesamt-) Berliner Innung gerade noch 210 selbständige Bäckereibetriebe.
Bezogen auf Steglitz ergibt sich ein ähnliches Bild. Verzeichnete die Innung im Jahre 1959 noch 111 Mitglieder, sind es heute keine zwanzig mehr. Folgen für die Kunden: Oft lange Wege zum Bäcker, der nun meist ein Filialbetrieb ist, und abnehmende Angebotsvielfalt. fb