Über die
Herstellung
von Enzymen
Ein weiterer Anwendungsbereich der Gentechnik ist die Herstellung von Enzymen, die in der Biotechnologie verwendet werden. Diese können nun das sei ausdrücklich betont energiesparender, billiger, weniger Abwässer verursachend usw. hergestellt werden. Es gibt viele Beispiele, bei denen sich das genau belegen läßt. Eine bestimmte Menge eines biotechnologisch interessanten Enzyms, das früher aus einem schwer züchtbaren Mikroorganismus in einem 1.000-Liter-Tank hergestellt wurde, kann nun in einem 10-Liter-Tank produziert werden. Es ist dies ein enormer Fortschritt, in jeder Hinsicht umweltschonender, und es ist überhaupt nicht einzusehen, warum das nicht auch von den Gegnern der Gentechnik akzeptiert wird.
Ohne besonderes Aufheben ist die Gentechnik auch in diesem Bereich bereits sehr erfolgreich gewesen. Wenn Sie heute in einem Labor Ihren Blutzucker bestimmen lassen, so geschieht dies häufig bereits mit einem gentechnisch hergestellten Enzym. Und als Beitrag zur Diskussion über Gentechnik und Lebensmittel die Herstellung von Glukosesirup aus Stärke erfolgt mit gentechnisch hergestellter Amylase, da dieses Enzym so billiger, einfacher, energiesparender usw. produziert werden kann. Und dieser Glukosesirup ist z. B. in Backwaren, Keksen, Marmeladen usw. enthalten. Wenn manche Kritiker heute eine umfassende Kennzeichnungspflicht für gentechnische Produkte verlangen, so wird bald fast alles ein entsprechendes Pickerl bekommen müssen. Abgesehen von Früchten, Fleisch, Eiern usw., wird es schon bald kein Lebensmittel mehr geben, bei dessen Produktion nicht irgendeine Zutat verwendet wird, die mit Hilfe der Gentechnik produziert wurde. Das ist die Realität; die einschlägigen Aktionen von Greenpeace, Global 2000, den Grünen und von den Lebensmittelmärkten Meinl und SPAR sind grotesk