- Säure - wer
denkt nicht gleich an in Filmen akribisch beschriebene
Mafiamorde. Gewiß. Citronensäure freilich ist nicht nur
natürlicher Bestandteil der - wie der Name schon sagt -
Zitrone. Sondern auch vieler anderer Früchte. Zum
Beispiel: Orangen, Ananas und weiteren heimischen Obstes
wie Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren. Denkt einer
an "Säure", der Erdbeeren ißt ? Mitnichten.
- "Was ich
nicht weiß, macht mich nicht heiß." Sicher. Aber
man sollte doch wissen, daß die Citronensäure im
Organismus unverzichtbar ist. Ist sie doch das
,,Öl" für den Rundlauf des Motors, der im
Organismus für die Energiegewinnung aus Fetten und
Kohlenhydraten sorgt (jeder Liter Milch enthält etwa 1
2 gr. Zitronensäure). Über die Nahrung
aufgenommene Citronensäure wird im menschlichen
Organismus ähnlich wie die Kohlenhydrate zur
Energiegewinnung genutzt und voll ständig abgebaut.
Dabei unterscheidet der Organismus nicht zwischen der
Citronensäure selbst und ihren Salzen (Citrate).Früher
wurde Zitronensäure übrigens ausschließlich aus
Zitronensaft gewonnen. Heute wird sie durch das Vergären
von Zucker (Melasse) bzw. Traubenzucker als Reinsubstanz
hergestellt, nachdem sie vom Gäransatz getrennt wurde.
Bei der Backwarenherstellung dient die Citronensäure vor
allem als Säuerungsmittel in roggenhaltigen Teigen (sie
erhöht die Säurekonzentration und senkt den ph-Wert).
Die Salze hingegen werden als Säureregulatoren in
Gelees, Schaum- und Kremfüllungen verwendet.