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Brot, der Ernährungsausgleich
Die Ernährung der Bundesbürger ist unausgewogen. Sie bevorzugen zucker- und fettreiche Speisen, deren zu hoher Energiegehalt langfristig zu Gesundheitsproblemen führt.
Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören vor allem Getreideprodukte wie Brot. Doch im letzten Jahr lag der tägliche Brotkonsum bei gerade 226 Gramm. Diese Menge reicht nicht aus, Ernährungsdefizite auszugleichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung favorisiert gerade pflanzliche Lebensmittel wie Brot, da sie eine geringe Energie- und gleichzeitig hohe Nährstoffdichte haben, so daß trotz nach wie vor geringer körperlicher Aktivität die Energiebilanz günstiger gestaltet werden kann.
Brot bietet also die Möglichkeit die Überversorgung mit Eiweiß, Fett und Cholesterin drastisch zu senken. Im Gegensatz zu den schnell verfügbaren Zuckern und Fetten wird die im Brot enthaltenen Energie langsam freigesetzt. Stärke (sie bildet rund 50 Prozent des Brotkörpers) wird im Magen zu körperverfügbarem Traubenzucker abgebaut. Der Blutzuckerspiegel steigt langsam, aber nachhaltig an. Nach ausgiebigem Kauen füllt Brot sehr schnell den Magen, gibt dem Körper ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Zusätzlich unterstützt Brot die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Bei einem, um nur 80 Gramm auf 306 Gramm gesteigerten Brotverzehr, so das Bonner Backmittelinstitut e.V., können 45 Prozent des täglichen Eiweiß und Kohlenhydratbedarfs abgedeckt werden, ohne dass es zu Übergewicht oder Mangelerscheinungen kommt.
Die wichtigen Vitamine der B-Gruppe , das Riboflavin (B2) und Thiamin sind mit 16 Prozent und 34 Prozent vertreten. Die notwendige Menge Magnesium und Kalium sind dann zu 37 Prozent und 25 Prozent enthalten. Defizite treten nur bei Calcium (8 Prozent) auf. Das Backmittelinstitut empfiehl deshalb den Rückgriff auf Milchprodukte. Bei den Spurenelementen sind Eisen, Zink und Mangan erwähnenswert. Bei Mangan könnten 88 Prozent des täglichen Bedarfs über einen erhöhten Brotverzehr abgedeckt werden. Bei Eisen sind es 34 Prozent bei Frauen und 52 Prozent bei Männern. Der Zinkbedarf würde zu einem Viertel gedeckt.