"Spezialbrote sind herkömmliche Brote (Brotsorten nach dem verwendeten Getreidemahlerzeugnis), die zusätzlich noch durch einen der folgenden Punkte verändert werden. Herkömmliche Brote werden zu Spezialbroten durch :- zusätzliche Getreidesorten,- besondere Zutaten,- besondere Mahlerzeugnisse- besondere Teigführungen,- veränderten Nährwert,- diätetische Richtlinien.Wichtig:- Mehrkornbrote sind auch Spezialbrote: Bei Mehrkornbrotenmuss jede "andere Getreidesorte" zu mindestens 5% - vom Gesamtgetreideerzeugnis- enthalten sein.- Wird ein Brot nach einer bestimmten Getreideart bezeichnet, muss die genannte Getreidesorte mit mindestens 20%, auf 100 Teile Roggen und/oder Weizen berechnet, enthalten sein.- Bei allen Vollkornprodukten müssen mindestens zwei Drittel der zugesetzten Säuremenge Sauerteig sein.Beispiele:- Steinmetzbrot ist ein Vollkorn-Spezialbrot aus Weizen und Roggen,- Schlüterbrot wird aus Roggenmahlerzeugnissen bereitet, dem zu 25 % Schlütermehl (= Kleie) beigemischt wird.- Simonsbrot ist ein Roggenvollkornbrot. Das Korn wird nicht vermahlen, sondern nach der Maßreinigung bis zu 12 Stunden bei 50 % gequollen.- Loosbrot ist ein Vollkornbrot aus geschrotetem Roggen, der Roggenschrot wird langsam und intensiv verquollen und der Teig anschließend bei niedrigen Temperaturen gebacken.- Holzofenbrot muss in einem aus Stein gemauerten und direkt beheiztem Ofen gebacken werden. Es darf nur Holz als Brennmaterial benutzt werden.- Diabetikerbrot. Es enthält mindestens 30% weniger Kohlenhydrate; dafür mehr Eiweiß.Natriumarmes Brot (kochsalzarm). Mit Kochsalzersatz, wie Kalium bzw. Magnesium, hergestelltes Brot.(Quelle: Loderbauer,Geisler: Bäckerei-/Konditorei-FachverkäuferinnenHamburg, 1997. Seite 191